Nordkorea sieht akute Kriegsgefahr mit Südkorea

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Im Konflikt mit Südkorea besteht aus Sicht Nordkoreas unmittelbare Kriegsgefahr. "Die aktuelle Lage auf der koreanischen Halbinsel ist so ernst, dass jederzeit ein Krieg ausbrechen kann", sagte der nordkoreanische Vize-Botschafter bei der UNO, Ri Jang-gon, am Donnerstag in Genf. In dieser Lage sei ein Friedensvertrag zwischen den beiden koreanischen Staaten "der einzige vernünftige Weg".
Ein solches Abkommen biete außerdem die Chance, eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu schaffen. Zugleich hob Ri die Verteidigungsfähigkeit seines Landes hervor: Nordkorea sei "bereit, schnell zu reagieren (...) auf alle Formen aggressiver Maßnahmen, einen umfassenden Krieg eingeschlossen". Das kommunistische Nordkorea und das westlich orientierte Südkorea hatten nach dem Korea-Krieg 1953 nur einen Waffenstillstandsvertrag geschlossen, ein Friedensabkommen gibt es nicht.
Ri wies erneut den Vorwurf zurück, Nordkorea habe den Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" Ende März durch einen Torpedoangriff verursacht. Sein Land habe "nichts mit dem Untergang zu tun", sagte der Diplomat. Die internationale Untersuchung, wonach ein nordkoreanischer Torpedo den Untergang verursacht hatte, beruhe auf "Mutmaßungen", von Anfang an sei Nordkorea "willkürlich" die Schuld zugewiesen worden. Pjöngjang hatte in dem Streit sämtliche Kontakte zu Seoul abgebrochen.













