21 Zivilisten bei Gefechten in Mogadischu getötet
Bei Gefechten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag mindestens 21 Zivilisten getötet worden. Soldaten der Übergangsregierung rückten nach Angaben eines regierungstreuen Generals unterstützt von Einheiten der Afrikanischen Union (AU) gegen islamistische Rebellen vor. Die Soldaten hätten die Rebellen in mehreren Stadtteilen zurückgedrängt, sagte Oberst Ahmed Ibrahim.
Nach Angaben von Rettungskräften starben allein in den ersten Stunden der als sehr heftig beschriebenen Gefechte 21 Menschen. Angesichts der anhaltenden Kämpfe seien weitere Opfer zu befürchten. Mindestens 56 Menschen wurden verletzt. Ein Al-Shabab-Sprecher sagte, die Islamisten hätten einen Angriff der Regierungstruppen zurückgeschlagen. Mehrere Soldaten seien dabei getötet worden. Ein Armeesprecher bestritt diese Darstellung.
Die Rebellen, zumeist Mitglieder der radikalislamischen Shebab-Milizen, waren in der Hauptstadt des Bürgerkriegslandes jüngst auf dem Vormarsch. Mit neu ausgebildeten Soldaten startete die Übergangsregierung nach Armeeangaben nun einen Vorstoß, verloren gegangenes Terrain zurückzuerobern. An Pfingsten hatten Rebellen den Präsidentenpalast angegriffen, der von Soldaten der AU-Friedensmission AMISOM verteidigt wurde.
In Somalia herrscht seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre 1991 Bürgerkrieg. Die schwache Übergangsregierung von Präsident Sharif Sheikh Ahmed kontrolliert nur einen kleinen Teil von Mogadischu. Große Gebiete der Hauptstadt sowie des Südens und des Zentrums des Landes sind in der Hand der Shebab-Milizen, die sich offen zum Terrornetzwerk Al-Kaida bekennt.













