China und Burma nähern sich an
Eine jahrelange Eiszeit taut langsam auf. Erstmals seit 16 Jahren besuchte am Donnerstag ein chinesischer Ministerpräsident wieder das Nachbarland Burma. Chinas Regierungschef Wen Jiabao traf laut Außenministerium mit Junta-Chef General Than Shwe zusammen und unterzeichnete eine Reihe von Abkommen. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sprach von einem "weiteren Schritt nach vorne".
Beide Seiten erörterten auch die Lage an der Grenze. Im vergangenen Jahr waren Zehntausende Burmesen nach blutigen Kämpfen zwischen der Armee und Rebellen nach China geflüchtet, darunter auch Rebellen. Die chinesische Regierung forderte Burma damals auf, für Stabilität in der Grenzregion zu sorgen.
China ist für die Militärjunta der wichtigste Verbündete und bedeutender Handelspartner. Im vergangenen Jahr hatte ein chinesisches Unternehmen mit dem Bau einer Ölpipeline durch das international isolierte Land begonnen. Wen und Than unterzeichneten weitere Abkommen, die die Zusammenarbeit im Energiesektor noch ausbauen sollen.
US-Senator Jim Webb sagte eine für Donnerstag geplante Reise nach Burma kurzfristig ab. Zur Begründung führte Webb Berichte an, wonach Burma zusammen mit Nordkorea an einem Atomprogramm arbeite. In diesem Zusammenhang sei ein Besuch "kontraproduktiv", sagte der Senator in Bangkok













