Missbrauchskrise in Kirche noch nicht überwunden

Foto © APA
Die Missbrauchskrise in der katholischen Kirche ist nach Ansicht von Vatikansprecher Federico Lombardi noch nicht überwunden. Es handle sich um lange Prozesse der Aussöhnung und des Dialogs, betonte er in einem Beitrag der nächsten Ausgabe der italienischen Monatszeitschrift "Jesus", der im Voraus bekannt wurde.
Die Beratungs- und Anlaufstellen für Missbrauchsfälle hätten ihre Arbeit intensiviert, es meldeten sich ständig Personen, führte Lombardi laut Kathpress-Meldung vom Samstag aus. Er äußerte die Hoffnung, dass die Krise auch einen positiven Effekt und - wie Papst Benedikt XVI. stets fordere - zu einer tiefgreifenden Umkehr, Reue, Buße und Erneuerung der Kirche und der Gläubigen beitrage. Auch dürften sich derartige Vorfälle niemals wiederholen.
Unterdessen haben Studenten der Päpstlicher Universitäten Roms im Petersdom der Opfer von Missbrauchsskandals gedacht. Bei der von Kardinal Angelo Comastri initiierten Zeremonie sprachen sie sich für Hilfe und Wiedergutmachung für die Opfer aus. Geleitet wurde das Gebetstreffen in der Vatikanbasilika von Msgr. Charles Scicluna, dem Kirchenanwalt der Glaubenskongregation für schwere kirchenrechtliche Vergehen.











