Nordkorea droht mit Angriff
Die nordkoreanische Armee hat ein Sicherheitsabkommen mit Südkorea zur Verhinderung bewaffneter Zusammenstöße zwischen beiden Ländern aufgekündigt. Zuvor hat Südkorea mit Seemanövern begonnen.

Foto © APADie Spannungen in Korea steigen
In einer Botschaft an die südkoreanische Armeeführung habe Nordkoreas Generalstabschef zudem mit einem sofortigen Angriff gedroht, falls Südkorea die Grenze im Gelben Meer verletze, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Die Krise zwischen den beiden koreanischen Nachbarstaaten hat sich seit der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts zum Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes massiv verschärft.
Marinemanöver
Die südkoreanische Marine hat ein Seemanöver abgehalten und damit im Konflikt mit Nordkorea militärische Stärke demonstriert. Die Übungen zur U-Boot-Abwehr fanden am Donnerstag allerdings weitab von der innerkoreanischen Seegrenze vor der Westküste statt, wo das südkoreanische Kriegsschiff "Cheonan" vor zwei Monaten gesunken war. Südkorea macht Nordkorea für den Schiffsuntergang verantwortlich, bei dem 46 Marinesoldaten getötet worden waren.
An dem eintägigen Seemanöver vor der rund 150 Kilometer südwestlich von Seoul gelegenen Küstenstadt Taenan beteiligten sich zehn Kriegsschiffe, darunter ein 3000-Tonnen-Zerstörer, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Es sollten Wasserbomben und Marinegeschütze getestet werden.
Spannungen verstärken sich
Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich seit der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichtes zum Schiffsuntergang vor einer Woche deutlich zugespitzt. Den Ermittlern zufolge sank die "Cheonan" infolge eines nordkoreanischen Torpedo-Angriffs.
Südkorea beschloss daraufhin Strafmaßnahmen gegen Nordkorea, darunter einen Handelsstopp und die Wiederaufnahme der "psycholgogischen Kriegsführung" in Form von Propagandasendungen. Die USA unterstützen Seouls Absicht, auch den Weltsicherheitsrat einzuschalten.
Das kommunistische Nordkorea erklärte als Reaktion auf die Strafmaßnahmen, alle Beziehungen zu Südkorea abzubrechen. Nordkorea bestreitet, die Korvette versenkt zu haben und drohte im Fall von Sanktionen mit "harten Maßnahmen, bis zum Krieg".












