"Lange Nacht der Kirchen" trotzt Krisenstimmung

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Trotz der aktuellen Krisenstimmung will die "Lange Nacht der Kirchen" auch in diesem Jahr wieder Rekorde brechen. Mehr als 700 Gotteshäuser in Österreich öffnen am Freitag zwischen 18.00 Uhr und 1.00 Uhr ihre Pforten, um Interessierten ein vielfältiges Programm mit Führungen, Musik und Diskussionen anzubieten. Offen bleibt, ob es durch die Missbrauchsfälle zu einem Besucherschwund kommen wird.
Mehr als 310.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die "Lange Nacht der Kirchen" - und freilich ist man auch in diesem Jahr erpicht, dieses Ergebnis zu toppen. Allein in Wien beteiligen sich 174 Gotteshäuser, die für die katholische Kirche heuer in die "Missionswoche" im Rahmen der Initiative "Apostelgeschichte 2010" integriert sind. Auch Kardinal Schönborn soll manchen Pfarren Überraschungsbesuche abstatten. Im Grazer Priesterseminar steht Bischof Kapellari "zum Gedankenaustausch" bereit, in Kärnten wird Bischof Schwarz im Bischöflichen Palais in Klagenfurt Besucher empfangen, der St. Pöltener Bischof Küng im Sommerrefektorium der Diözese. Neben den mehr als 700 österreichischen Kirchen beteiligen sich bei der "Langen Nacht" auch 320 Gotteshäuser in der Tschechischen Republik.
Auch das Thema Missbrauch wird bei der "Langen Nacht der Kirchen" nicht ausgespart. So widmet sich eine Diskussionsrunde in der Wiener Franziskanerkirche dem Thema "Sexuelle, körperliche und emotionale Gewalt in der Kirche". Es soll dabei der Frage nach den strukturellen Bedingungen nachgegangen werden, "wie sie auch in katholischen Schulen und Einrichtungen vorfindbar waren". Teilnehmer sind der Journalist Dietmar Neuwirth ("Die Presse"), die Moraltheologin Sigrid Müller, Schotten-Abt Johannes Jung, die Psychotherapeutin Rotraud Perner und der evangelische Pfarrer Jürgen Öllinger.













