Zahlreiche Reaktionen auf Gesamtschul-Vorschläge

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Kritik am Vorstoß von Wissenschaftsministerin Karl für eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen übt der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV). Karls Vorschläge seien eine "weitgehende Übernahme der sozialistischen Argumentation", hieß es. Eine "umfassende Schuldebatte ohne ideologische Scheuklappen" hat am Montag der Wiener Caritasdirektor Michael Landau gegenüber der "Kathpress" gefordert.
"Die Einheitsschule führt noch zu keiner Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation der österreichischen Jugend", so der frühere ÖVP-Staatssekretär und MKV-Vorsitzende Helmut Kukacka. Bei seiner Jahrestagung in Waidhofen/Ybbs beschloss der MKV ein "30-Punkte-Schulprogramm". Dabei wird etwa gefordert, die Arbeit der Lehrer und die Qualität des Unterrichts regelmäßig zu evaluieren. Jeweils am Ende eines Semesters solle den Lehrern von den Schülern per Fragebögen ein Feedback über die Qualität des Unterrichts gegeben und das Ergebnis in der Klasse nachbesprochen werden.
Landau betonte, dass das derzeitige Schulsystem Kindern aus sozial schwachen Familien de facto nicht die gleichen Chancen wie Kindern aus besser situierten Haushalten. Notwendig wäre eine gezielte stärkere Förderung jener Kinder, die aufgrund der Herkunft und des sozialen Status der Eltern mit schlechteren Voraussetzungen ins Bildungssystem einsteigen.
So wie das Schulwesen heute organisiert ist, selektiere es "zu früh und nach sozialer Herkunft". Landau plädierte daher für eine längere gemeinsame Schule aller als bisher, ob diese nun bis zur sechsten, siebenten oder achten Schulstufe geht, müsse man diskutieren. Entscheidend sei nicht der Name dieser Schulform, sondern seien die Inhalte und Unterrichtsmethoden. Es brauche einen "Systemwechsel" im Schulwesen.













