Grenzgefecht zwischen Pakistan und Indien
Die indische Armee hat bei einem Grenzgefecht in der umstrittenen Kaschmir-Region einen pakistanischen Soldaten erschossen. Ein indischer Militärsprecher sagte am Sonntag: "Wir wurden beschossen und unsere Truppen haben Vergeltung geübt." Auf indischer Seite habe es keine Toten oder Verletzten gegeben. Es sei jedoch unklar, ob pakistanische Soldaten oder Extremisten das Feuer eröffnet hätten.
Die pakistanische Armee teilte mit, ein Soldat sei bei dem Schusswechsel getötet worden. Die indischen Truppen hätten "grundlos" das Feuer eröffnet. Pakistan habe wegen des Vorfalls in dem Grenzbezirk Rawalakot eine scharfe Protesterklärung an Indien geschickt und eine Krisensitzung hochrangiger Generäle anberaumt. Vor wenigen Tagen waren in der selben Region bereits zwei indische Soldaten bei einem Grenzgefecht getötet worden.
Indien und Pakistan verfügen beide über Atomwaffen und streiten seit Jahrzehnten um Kaschmir. Seit 1947 haben die Nachbarstaaten drei Kriege gegeneinander geführt. Die Beziehungen verschlechterten sich nach einer Anschlagsserie in der indischen Metropole Bombay 2008, bei der Extremisten mit Verbindungen nach Pakistan 166 Menschen töteten. Indien wirft dem pakistanischen Geheimdienst vor, Extremisten heimlich zu unterstützen und Indien durch Anschläge destabilisieren zu wollen.












