Gesamtschule: Rückendeckung aus ÖVP für Karl

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Rückendeckung aus der steirischen ÖVP hat Wissenschaftsministerin Karl nach ihrem Vorstoß für die Gesamtschule erhalten. Landeshauptmannstellvertreter Schützenhöfer meinte zum Vorschlag nur knapp: "Denken wird wohl noch erlaubt sein." Landesrätin Edlinger-Ploder versteht die Aufregung um den Vorstoß nicht. Sie spreche sich nach wie vor für eine Gesamtschule der fünf- bis 15-Jährigen aus.
Schützenhöfer erklärte, dass die Schule in Österreich momentan im Umbruch sei und es um die "beste Lösung für die Schüler gehe". Um das zu erreichen, seien alle gefordert. Edlinger-Ploder meinte, dass innerhalb der Partei derzeit Diskussionen laufen würden, bezeichnete das aber als "normal", da es eben "mehrere Stoßrichtungen" zu dem Thema gebe. Am Ende der Diskussionen soll jedenfalls ein gemeinsames Papier der ÖVP vorliegen. Sie zeigte sich überrascht, dass die Aufregung um den Vorstoß größer sei als das Interesse an der Bildungsdebatte.
Am Donnerstag hatte die Parteispitze entsetzt auf Karls Vorstoß reagiert, der ein jahrzehntelanges Tabu der ÖVP berührt. ÖVP-Chef Josef Pröll bezeichnete Karls Vorstoß als "persönliche Meinung" der Wissenschaftsministerin. Am deutlichsten wurden die ÖVP-Lehrergewerkschafter: AHS-Vertreterin Eva Scholik empfahl Karl gar zu schweigen. Unterstützung kam dagegen von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl und der Katholischen Aktion, eher neutral blieb die Industriellenvereinigung.
Glücklich ist aber vor allem die SPÖ, allen voran Unterrichtsministerin Schmied, die sich "sehr erfreut über die große Bewegung, die jetzt in die Diskussion kommt", zeigte.












