Cameron zu Antrittsbesuch bei Sarkozy und Merkel

Foto © APA
Zum Auftakt seiner ersten Auslandsreise ist der neue britische Premier Cameron am Donnerstagabend in Paris mit dem französischen Präsidenten Sarkozy zusammengetroffen. Themen beim gemeinsamen Abendessen waren u.a. die Eurokrise und der Atomkonflikt mit dem Iran. Cameron besucht zudem am Freitag in Berlin die deutsche Bundeskanzlerin Merkel.
Die Reise sollte in erster Linie ein Signal sein, dass Cameron die Zusammenarbeit mit der EU sehr ernst nehme. So meinte der Parteichef der britischen Konservativen, der Erfolg des Euro sei auch im britischen Interesse. Zugleich bekräftigte er seine ablehnende Haltung zu einem Beitritt zur Euro-Zone.
Cameron war vergangene Woche nach dem Rücktritt von Labour-Premier Brown zum Regierungschef ernannt worden. Der 43-Jährige steht einer Koalitionsregierung mit den Liberaldemokraten vor, nachdem die jüngsten Unterhauswahlen keiner Partei die absolute Mandatsmehrheit gebracht haben.
In ihrem Koalitionsvertrag schlossen Tories und Liberaldemokraten einen Beitritt zur Eurozone während der gemeinsamen Regierungszeit aus und wehrten sich auch strikt gegen weitere Machtbefugnisse für Brüssel. Deutschland soll nach dem Willen der Briten Ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat werden. Zu den USA wolle man ein "enges und offenes" Verhältnis, heißt es in dem Koalitionsvertrag. Cameron versprach weitere Unterstützung für den Afghanistan-Krieg und für gemeinsame internationale Anstrengungen, den Iran an dessen Atomprogramm zu hindern.











