Teheran treibt offenbar Uran-Anreicherung voran

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Der Iran treibt ungeachtet der Sanktionsdrohungen des Westens die umstrittene Anreicherung von Uran voran. Das Land habe die Zahl seiner Zentrifugen erhöht, sagten Diplomaten am Freitag. Durch die Ergänzung mit neuen Maschinen könnte der Iran seine Kapazitäten zur Produktion von höher angereichertem Uran verbessern.
Obwohl sie noch nicht zum Einsatz gekommen sind, zeigt sich die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO/IAEA) besorgt und ist bemüht, die Überwachung der Anlage in Natanz auszubauen.
Der Iran begann im Februar mit der Anreicherung von kleinen Mengen Urans auf einen Grad von 20 Prozent. Dafür wurden 164 Zentrifugen installiert, die nun um weitere Maschinen ergänzt wurden. "Die zweite Zentrifugenreihe soll die Arbeit der ersten unterstützen", sagte ein Diplomat.
Die USA und andere Staaten befürchten seit längerem, dass der Iran unter dem Deckmantel seines Atomprogramms nach Kernwaffen strebt. Wegen dieses Verdachts wird jeder Fortschritt der iranischen Atomtechnologie von Misstrauen begleitet. Zur Verwendung in Kernwaffen muss Uran auf 90 Prozent angereichert werden. Der Iran bestreitet solche Absichten.
Dass die Islamische Republik weiter an der Urananreicherung festhält, könnte erneut zu Sanktionen gegen das Land führen. Russland zeigt sich zunehmend dafür offen. China, das ebenfalls ein Mitglied mit Veto-Recht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist, setzt weiter auf diplomatische Verhandlungen.












