Mehr als 10.000 Menschen bei Mauthausen-Gedenken
An der Gedenkfeier aus Anlass der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Mauthausen vor 65 Jahren haben am Sonntag mehr als 10.000 Menschen teilgenommen.

Foto © APA
Das ist mehr als in den vergangenen Jahren. In Mauthausen und seinen 49 Nebenlagern haben die Nationalsozialisten rund 200.000 Menschen inhaftiert, etwa die Hälfte von ihnen überlebten diese Vernichtungsmaschinerie nicht.
Die Veranstaltung stand heuer im Zeichen der damals inhaftierten Kinder und Jugendlichen. Schätzungen zufolge waren es mehr als 20.000.
Statt Reden von Politikern oder Künstlern gab es heuer kurze Statements von Überlebenden, deren Angehörigen sowie Jugendlichen aus Belgien, Italien, Serbien und der Ukraine. Allen Ansprachen gemeinsam war der Appell an die nunmehrige junge Generation, wachsam zu sein und gegen die Verdrängungskultur sowie gegen rassistische, faschistische und nationalsozialistische Ideologien aufzutreten und die Wiederkehr der Tragödie des Zweiten Weltkrieges zu verhindern.
Vertreter des Bundesjugendvertretung (BJV) trugen bei der Feier ein im Rahmen einer Jugendbegegnung "Zeichen setzen. Jugendliche gegen das Vergessen" am Vortag gestaltetes 50 Meter langes Gedenkband. Die BJV vertritt 49 Kinder- und Jugendorganisationen.
Der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) Willi Mernyi stellte zudem eine Resolution zur "Bekämpfung des Rechtsradikalismus in Europa" an die Europäische Union vor. Er überreichte sie der spanischen Vizepräsidentin Fernandez de la Vega, die als Repräsentantin des EU-Ratsvorsitzlandes gekommen war. Zu den weiteren Ehrengästen zählten Nationalratspräsidentin Prammer, Bundeskanzler Faymann, Verteidigungsminister Darabos, Sozialminister Hundstorfer, Gesundheitsminister Stöger und Staassekretär Stieger (alle SPÖ) sowie Innenministerin Fekter (ÖVP) und zahlreiche diplomatische Vertreter.













