1.500 bei Gegendemo zu Schwulenparade in Vilnius
In Vilnius haben am Samstag rund 1.500 Menschen gegen die gleichzeitig in der litauischen Hauptstadt stattfindende Homosexuellen-Parade "Baltic Pride" protestiert. Laut der Baltischen Nachrichtenagentur BNS überstieg die Anzahl der Gegendemonstranten deutlich jene der Teilnehmer an dem Umzug. Mehrere Medien berichteten über Zwischenfälle.
Unter anderem sollen Gegner des Umzugs Rauchbomben und andere Gegenstände auf Polizeibeamte geworfen haben, die zur Sicherung der "Baltic Pride 2010" zu mehreren Hundert abgestellt worden waren. Mindestens eine Person wurde festgenommen. Laut der Nachrichtenagentur apn setzte die Polizei auch Tränengas ein.
Zur Unterstützung des Homosexuellen-Events, das erst am Vortag durch einen Entscheid des Verwaltungsgerichtshofs Grünes Licht bekommen hatte, waren Politiker und Aktivisten aus mehreren Ländern Europas angereist. Unter ihnen befanden sich die schwedische EU-Ministerin Birgitta Ohlsson sowie einige Europa-Abgeordnete und Repräsentanten von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International.
Unter den Teilnehmern an der Gegendemo waren laut örtlichen Medienberichten etliche litauische Politiker, wie der ehemalige Bürgermeister von Kaunas, Vytautas Sustauskas, sowie der rechtsradikale Regionalpolitiker Mindaugas Murza.











