Japaner demonstrieren gegen US-Stützpunkt

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In Japan haben am Samstag Tausende Menschen gegen die mögliche Verlegung von Teilen eines US-Luftwaffenstützpunkts auf die Insel Tokunoshima im Südwesten demonstriert. Ein Bürgermeister der betroffenen Insel erklärte gegenüber den Demonstranten, er habe Regierungschef Yukio Hatoyama bei einem Gespräch am Vortag "klar gesagt", dass Tokunoshima die Basis "niemals" unterbringen werde.
Bei dem Streit geht es um einen umstrittenen US-Luftwaffenstützpunkt auf der Insel Okinawa, gegen den es in den vergangenen Jahren immer wieder Proteste gegeben hatte. Ministerpräsident Hatoyama hatte nach seinem Wahlsieg im September zunächst versprochen, die Basis an einen anderen Ort zu verlegen. Am Dienstag war seine Mitte-links-Regierung von der Forderung aber wieder abgerückt.
Die USA hatten darauf beharrt, den Stützpunkt - wie vereinbart - bis 2014 durch einen neuen in einem weniger dicht besiedelten Teil Okinawas zu ersetzen. Hatoyama hat nun vorgeschlagen, 1.000 US-Marineinfanteristen von Okinawa nach Tokunoshima zu verlegen. Washington wies den Vorschlag bereits als unpraktikabel zurück.
Auf Okinawa, rund 1.600 Kilometer südlich der Hauptstadt Tokio, sind mehr als die Hälfte der insgesamt 47.000 US-Soldaten in Japan stationiert. Die Einwohner von Okinawa klagen seit Jahren über Lärmbelästigung, Umweltbelastung, Unfälle sowie gegen Vergehen des US-Personals, insbesondere Vergewaltigungen.













