Nigeria hat einen neuen Präsidenten

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Nigeria hat einen neuen Präsidenten: Nach dem Tod von Umaru Yar'Adua wurde am Donnerstag dessen bisheriger Stellvertreter Goodluck Jonathan vereidigt. Der neue Staats- und Regierungschef hat wegen einer schweren Erkrankung Yar'Aduas schon vor drei Monaten die Amtsgeschäfte in dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas übernommen.
Jonathan erklärte, dass er sich in der verbleibenden Zeit bis zur Präsidentschaftswahl im April 2011 vor allem einer Reform des Wahlrechts und dem Kampf gegen die Korruption widmen wolle. "Es wird darauf ankommen, dass bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl alle Stimmen zählen und gezählt werden", sagte Jonathan. Daneben sei der Friedensprozess im Niger-Delta von hoher Priorität. Dort kämpfen Untergrundgruppen für eine stärkere Beteiligung am Ölreichtum der Region und gegen die Zerstörung der Umwelt.
Yar'Adua starb am Mittwoch im Alter von 58 Jahren. Die Beisetzung sollte am Donnerstag kurz vor Sonnenuntergang in Katsina stattfinden, dem Heimatstaat des Präsidenten. "Nigeria hat ein Juwel in seiner Krone verloren und heute trauert selbst der Himmel mit unserer Nation", sagte Jonathan. Er ordnete eine siebentägige Staatstrauer an. Während Yar'Adua ein Muslim aus dem Norden Nigerias war, ist Jonathan ein Christ aus dem Süden des Landes.
Yar'Adua wurde 2007 Präsident des westafrikanischen Staates. Zu Beginn seiner Amtszeit setzte Yar'Adua ein Zeichen, indem er seine persönlichen Vermögensverhältnisse offenlegte. Aber auch ihm gelang es nicht, entscheidende Fortschritte im Kampf gegen die Korruption zu erringen. US-Präsident Obama würdigte Yar'Adua als einen überaus integeren Politiker.













