600.000 Euro für den Festumzug
Kosten für 10.-Oktober-Jubiläum bleiben für ÖVP Anlass für Kritik. Zweifel an Einnahmen von 460.000 Euro.

Foto © EggenbergerBeim 80-Jahr-Jubiläum gab es keinen Kostenstreit
Die innerkoalitionäre Streifrage zwischen FPK und ÖVP über die Landesfinanzierung für das 10.-Oktober-Jubiläum wird um Details reicher. Landeshauptmann Gerhard Dörfler verwies gestern auf einzelne Ausgabeposten und gesamt 1,2 Millionen Euro. Der Kleinen Zeitung liegt allerdings die Kostenübersicht vor, wonach die Gesamtausgaben 1,66 Millionen betragen. 461.000 sollen als Einnahmen aus dem Verkauf von DVDs, T-Shirts und Festabzeichen zurückfließen. Genau an dieser Summe zweifelt die ÖVP, "damit kann nicht fix gerechnet werden". Landesrat Josef Martinz hat in der koalitionären Vorbesprechung zur Regierungssitzung Kritik am 1,2 Millionen-Aufwand geübt. Das sei in Sparzeiten zu hoch.
"Akzeptabler Betrag"
Im Detail sind für den Festumzug 600.000 Euro vorgesehen, 300.000 davon für Transport und Verpflegung der Festzugsteilnehmer. "Gemeindebundpräsident Hans Ferlitsch hat darum ersucht", begründet Dörfler. "Wozu braucht es stets neue Dokus, Filme, Broschüren", hinterfragt Martinz. Dörfler hält an den 1,2 Millionen fest: "Wäre es nach den Vorschlägen gegangen, hätten wir zwei Millionen gebraucht." Die 1,2 Millionen seien ein akzeptabler Betrag, den die SPÖ mitbeschlossen hätte. "Wenn es weniger wird, ist mir das recht", so Dörfler. Der Antrag zur Finanzierung wurde in der Regierung von der FPK zurückgezogen, weil es laut koalitionärer Vereinbarung keine Mehrheitsbeschlüsse gegen den Koalitionspartner geben soll. Ein neuer Regierungsbeschluss ist rechtlich nicht notwendig.
Features
10.-OKTOBER-JUBILÄUM
Die Kosten: 60.000 Euro sind für 30 Festwägen beim Umzug geplant, 55.000 Euro für Logo und Grafiken inklusive Abzeichen. 200.000 Euro gibt es für Werbung. Für Broschüren, Folder, Festschriften 132.000 Euro, für Ausstellungen 228.000 Euro, für Tagungen 90.000, für Dokus, Film, DVDs, Festband 265.000 Euro.












