Nordkoreas Machthaber Kim in China eingetroffen

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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il ist laut offiziellen Stellen zu einem seiner seltenen Besuche im Nachbarland China eingetroffen. Ein Mitarbeiter des chinesischen Tourismusbüros an der Brücke der Freundschaft, die beide Länder miteinander verbindet, sagte, Kim habe am frühen Morgen den Grenzposten in Dandong passiert. Peking bestätigte den Besuch zunächst nicht.
Kim hatte zuletzt 2006 China besucht - ebenfalls mit einem gepanzerten Sonderzug, weil er Flugreisen ablehnt. Der 68-Jährige lebt seit seinem mutmaßlichen Schlaganfall noch zurückgezogener als zuvor. Sollte er tatsächlich nach China gereist sein, wäre er einer Einladung des chinesischen Präsidenten Hu Jintao vom vergangenen Jahr gefolgt, das 60-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zu feiern. Die genaue Reiseroute des nordkoreanischen Zugs war nicht bekannt.
Der Besuch wird mit Spannung verfolgt, weil die internationalen Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm derzeit auf Eis liegen. China ist der wichtigste Partner des außenpolitisch isolierten Nordkoreas. Im vergangenen Oktober hatte Peking gehofft, Pjöngjangs Rückkehr zu den seit einem Jahr wegen seines Atomprogramms unterbrochenen Verhandlungen zwischen den beiden koreanischen Staaten, Russlands, der USA, Japans und Chinas vermittelt zu haben. Dazu gekommen ist es aber bislang nicht.
Im März sank ein südkoreanisches Marineschiff, das offenbar von einem Torpedo getroffen wurde. Wer dafür verantwortlich war, ist noch immer unklar. Bei dem Untergang kamen 46 Seeleute ums Leben.












