Stimmen in Bagdad werden neu ausgezählt

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Wenige Minuten, nachdem bei der von Regierungschef Al-Maliki geforderten Neuauszählung der Stimmzettel die ersten Urnen geöffnet worden waren, meldete Al-Malikis Bündnis neue Bedenken an. Öl-Minister Al-Shahristani sagte, die Wahlkommission habe sich geweigert, die Wählerregister mit der Zahl der Stimmzettel pro Urne abzugleichen. Damit werde die Neuauszählung der Stimmen von Hand unglaubwürdig.
Am Montag werden die Stimmen der umstrittenen Parlamentswahl für die irakische Hauptstadt Bagdad neu ausgezählt. An der Auszählung in einem Hotel sollen Beobachter der Europäischen Union, der UNO und der Arabischen Liga teilnehmen. Aus dem Wahlbezirk Bagdad gehen 70 der 325 Abgeordneten des irakischen Parlaments hervor.
Al-Malikis Koalition für den Rechtsstaat hatte bei der Parlamentswahl am 7. März nur den zweiten Platz belegt, was für den schiitischen Regierungschef überraschend kam. Er zweifelte daraufhin das Ergebnis an und setzte auf juristischem Wege eine erneute Auszählung der Stimmzettel in den Wahlbezirken der Hauptstadt durch. Die Wahlkommission hat für die Neuauszählung der rund 2,5 Millionen Stimmzettel zwei bis drei Wochen veranschlagt.













