Deutsche Polizei nahm in Berlin 250 Neonazis fest

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Die Polizei hat am Samstag in Berlin 250 Neonazis nach Angriffen auf Ausländer und Sicherheitskräfte festgenommen. Die Extremisten hätten sich abseits einer genehmigten Kundgebung auf der Berliner Hauptgeschäftsstraße Kurfürstendamm versammelt, teilte die Polizei am Samstag mit. Sie hätten ausländisch erscheinende Menschen angepöbelt und die Polizei mit Flaschen und Steinen beworfen.
Vergleichsweise friedlich verlief die genehmigte Kundgebung mehrerer hundert Neonazis in einem anderen Stadtteil Berlins. Zahlreiche Polizisten hatten die Route der Kundgebung weiträumig abgesperrt, um ein Zusammentreffen der Neonazis mit Zausenden von Gegendemonstranten zu verhindern.
Die Gegendemonstranten versuchten, sich den mehreren hundert schwarz gekleideten Mitgliedern der rechtsextremen Szene in den Weg zu stellen. Die Polizei begleitete den Umzug der Neonazis mit zahlreichen Beamten und zwei Wasserwerfern, um Blockaden der genehmigten Kundgebung der Extremisten aufzulösen.
Ein breites Bündnis wollte gegen den Aufmarsch der Rechtsextremisten mit Sitzblockaden protestieren. Dem Protestbündnis angeschlossen hatten sich unter anderem Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, Linke- Chef Oskar Lafontaine und die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth.
In Berlin sind nach Polizeiangaben rund 30 Kundgebungen für den "Tag der Arbeit" angemeldet. In den vergangenen Jahren kam es am 1. Mai vor allem abends zu teils schweren Auseinandersetzungen.
Nicht nur in Berlin gibt es am 1. Mai Aufmärsche von Neonazis und ihren Gegnern. Auch in Erfurt begannen erste Protestaktionen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen. Initiativen, Organisationen und alle Landtagsfraktionen hatten zu gewaltfreiem Protest aufgerufen. Eine Sitzblockade auf der Strecke des genehmigten NPD-Aufzugs, an dem sich nach Polizeiangaben etwa 400 Rechte beteiligten, wurde aufgelöst.












