Vatikan akzeptierte Entschuldigung Londons
Der Vatikan hat die Entschuldigung des britischen Außenministeriums für die Veröffentlichung eines Spott-Memos einiger Mitarbeitern über die Englandreise Papst Benedikts XVI. angenommen. Der Heilige Stuhl betrachte die Angelegenheit damit als erledigt, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montag. Die Veröffentlichung des Papiers habe keine Auswirkungen auf die Papstreise im September.
Die britische Zeitung "Sunday Telegraph" hatte am Wochenende ein internes Papier veröffentlicht, in dem ein Mitarbeiter des Außenministeriums satirische Vorschläge macht, wie ein "ideales Programm" für Papst Benedikt XVI. aussehen könne. Aufgelistet wurden unter anderem die Segnung einer Abtreibungsklinik oder einer "Homo-Ehe". Außenminister Miliband sagte am Sonntag in London, er sei "entsetzt" über das Fehlen jeglichen gesunden Menschenverstands. Der britische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Francis Campbell, hatte sich bereits am Samstag in den Vatikan begeben und die Entschuldigung des Außenministeriums überbracht.
Verfasser des Spott-Memos soll der 23-jährige Oxford-Absolvent Steven Mulvain sein. Hinter Mulvain stand offenbar aber ein hoher Beamter des Außenministeriums, wie britische Medien am Montag berichteten. Diese Person habe Grünes Licht für die Verbreitung des Spott-Memos gegeben. Der Name der Person wurde nicht bekanntgegeben. Sie sei jetzt versetzt worden, gab das Ministerium bekannt.












