Krawalle in Jerusalem nach Marsch rechter Israelis

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Ein Marsch rechtsextremer Israelis hat am Sonntag im arabischen Teil von Ostjerusalem schwere Krawalle ausgelöst. Wütende Palästinenser attackierten die israelische Polizei, die den Zug im Viertel Silwan begleitete, mit Steinen und Brandflaschen, wie Augenzeugen und der israelische Rundfunk berichteten. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein.
Zwischen Demonstranten und Polizei sei es zu Handgemengen gekommen. Nach palästinensischen Angaben wurden vier Menschen verletzt.
Ohne erkennbare Fortschritte hat unterdessen der US-Sondergesandte Mitchell einen neuen Anlauf für Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern beendet. Nach seinem dreitägigen Besuch in der Region kündigte Mitchell am Sonntag aber an, er werde in der kommenden Woche wiederkommen. Seine Gespräche mit Palästinensern und Israelis seien positiv und produktiv gewesen.
Der israelische Ministerpräsident Netanyahu sagte, bald werde klar werden, ob die seit 16 Monaten ausgesetzten Friedensverhandlungen wieder aufgenommen würden. Israel und die USA würden den sofortigen Beginn eines Friedensprozesses anstreben. Er äußerte sich jedoch nicht dazu, ob Israel den heftig umstrittenen Wohnungsbau in und um Jerusalem beenden werde. An dieser Streitfrage waren zuletzt indirekte, von den USA unterstützte Verhandlungen gescheitert.
Mitchell war im vergangenen Jahr mehr als ein Dutzend Mal in die Region gereist, konnte die Friedensgespräche bisher aber nicht wieder in Gang bringen. Die Palästinenser fordern vor einer Wiederaufnahme der Verhandlungen einen totalen Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland. Israel lehnt dies ab.












