Parlamentswahlen in Ungarn noch ohne Zwischenfälle

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Die Stichwahl der Parlamentswahlen in Ungarn am Sonntag ist bisher ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Wahllokale sind noch bis 19.00 Uhr geöffnet. Erste Teilergebnisse werden zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr erwartet. Insgesamt werden 2,5 Millionen Wahlberechtigte in 3.150 Wahlkreisen an den Urnen erwartet. Dabei stimmen die Bürger über die Vergabe von 57 Einzelmandaten ab.
Die Stichwahl wird dann Gültigkeit besitzen, wenn in den Wahlkreisen ein Viertel der Wahlberechtigten an der Wahl teilnehmen. Das Mandat erhält jener Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinen kann. Bis 11.00 Uhr stimmten 19,37 Prozent der Stimmbürger ab. Die Vergleichszahl der ersten Runde vom 11. April liegt bei 24,78 Prozent.
Bei der ersten Runde der Parlamentswahlen wurden 119 Einzelmandate und 146 Mandaten nach Gebietslisten der Parteien vergeben. Mit der zweiten Wahlrunde werden weitere 121 Mandate vergeben, 57 davon in Einzelwahlkreisen und 64 Kompensationsmandate aus Reststimmen. Der Wahlsieger der ersten Runde, die oppositionelle rechtskonservative Fidesz-MPSZ-Partei, hat gute Chancen, die Zwei-Drittel-Mehrheit zu erlangen. Die Partei von Viktor Orban kam im ersten Wahlgang vor zwei Wochen bereits auf einen Stimmenanteil von knapp 53 Prozent. Die in den vergangenen acht Jahren regierenden Sozialisten (MSZP) fielen auf 19,3 Prozent zurück. Die bisher nicht im Parlament vertretene rechtsradikale Jobbik erhielt 16,7 Prozent; als vierte Kraft konnte die grün-alternative Reformpartei LMP mit 7,43 Prozent in die Nationalversammlung einziehen.












