Kaczynski-Begräbnis: Fischer konterte auf Kritik

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Bundespräsident Fischer hat Kritik an seinem Fernbleiben vom Begräbnis des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski am Sonntag entschieden zurückgewiesen. Wegen der Aschewolke sei weder eine Anreise im Flugzeug noch in einem Bundesheer-Hubschrauber möglich und eine Autofahrt "keine Option" gewesen.
Hin- und Rückfahrt hätten 13 Stunden gedauert, und nach den arbeitsrechtlichen Vorschriften hätte sein Chauffeur nicht so lange fahren dürfen, sagte Fischer im Ö1-Mittagsjournal. "Die Aschewolke hat viele gehindert und mich auch", betonte Fischer.
Scharf wies er die Kritik des tschechischen Präsidenten Klaus zurück, der das Fernbleiben europäischer Spitzenpolitiker als "unverzeihlich" bezeichnet hatte. Klaus Aussagen "zeichnen sich nicht immer durch die allergrößte Ausgewogenheit aus", monierte Fischer. "Das war eine Aussage, die nicht gut überlegt war. Das werde ich aushalten."
Entschieden wies Fischer den Vorwurf zurück, er habe Wahlkampfterminen den Vorzug vor einer Teilnahme am Begräbnis von Kaczynski gegeben. Die Begräbnisfeierlichkeiten hätten "Vorrang" gehabt und es sei "alles mit den Wahlkampfterminen abgestimmt" gewesen, betonte der Bundespräsident. Das Begräbnis sei um 14.00 Uhr gewesen, und für die Zeit danach "hatte ich einen haargenauen Fahrplan, dass ich zeitgenau zurückkomme". Am Samstagabend habe aber die Chartergesellschaft mitgeteilt, dass sie den Flug nach Krakau nicht durchführen könne. Es habe sich um "höhere Gewalt" gehandelt.
Angesprochen auf die Anreise des deutschen Präsidenten Horst Köhler mit dem Hubschrauber sagte Fischer, auch er habe beim Bundesheer eine entsprechende Anfrage gestellt. "Die Antwort war, dass die Flugbedingungen für Hubschrauber des Bundesheeres die gleichen sind wie für andere Maschinen und dass diesem Wunsch nicht entsprochen werden kann", berichtete Fischer.













