Fischer bittet Wähler, nicht weiß zu wählen

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Bundespräsident Fischer hat die Österreicher in der "Pressestunde" gebeten, am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und nicht weiß zu wählen. Denn "Wählen heißt, sich entscheiden". Er glaubt an ein "deutliches Ergebnis" mit absoluter Mehrheit in allen Bundesländern.
Außerdem hofft er, dass man aus dem Wahlergebnis "erkennen kann, dass die Bevölkerung ein klare Grenzziehung gegenüber inakzeptablen Auffassungen" vornimmt. Damit sprach er die FPÖ-Kandidatin Rosenkranz an, deren Äußerungen zum Thema Gaskammern und Nazi-Verbrechen er mehrfach kritisch ansprach. So hielt er "der Kandidatin" vor, "umzufallen" und mit einem Notariatsakt das Gegenteil zu sagen, wenn die "Kronen Zeitung" das verlangt.
Dass die "Krone" in gewisser Gegnerschaft zu ihm steht, sieht er in seinem "klaren Bekenntnis zu Europa" samt Unterzeichnung des Lissabon-Vertrages begründet. Wobei ihm "die Tatsache, dass es Gegenwind gibt, sehr wichtig" ist - denn damit könne er "beweisen, dass ich Rückgrat habe".
Das laut Umfragen geringe Interesse an der Präsidentschaftswahl und die wieder einmal aufgebrochene Diskussion über die Volkswahl führt Fischer auf die Situation der Wiederkandidatur zurück. Der Amtsinhaber sei immer "klarer Favorit" - was andere "veranlasst, diese Wahl herunterzuspielen". Aber: "Das irritiert mich nicht."
Erwartungsgemäß fielen die Reaktionen auf Fischers TV-Auftritt aus. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas und ÖGB-Präsident Fogler lobten den Wieder-Bewerber in höchsten Tönen, während FPÖ-Generalsekretär Kickl und Petzner vom BZÖ harsche Kritik anbrachten. Die ÖVP und die Grünen enthielten sich einer Stellungnahme.












