Neue Zwischenfälle an Grenze Israel - Gazastreifen

Foto © APA
Die blutigen Zusammenstöße an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen reißen nicht ab. Während eines Schusswechsels töteten israelische Soldaten am Freitag im nördlichen Abschnitt des abgeriegelten Küstengebiets einen Palästinenser. Ein zweiter Mann wurde nach palästinensischen Angaben mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Nach israelischen Armeeangaben wollte ein bewaffneter Palästinenser einen Sprengsatz in unmittelbarer Nähe des israelischen Grenzzaunes verstecken. Als er von einer Patrouille entdeckt worden sei, habe er eine Handgranate in Richtung der Soldaten geworfen. Die Soldaten hätten daraufhin geschossen. Erst am Dienstag hatten israelische Soldaten bei einem heftigen Feuergefecht an der Grenze zum Gazastreifen vier militante Palästinenser getötet.
Israels Vizepremier Yaalon goss unterdessen wieder Öl ins Feuer des Nahost-Konflikts. Nach seinen Worten sollte Israel niemals seine Siedlungen im besetzten Westjordanland räumen. Es müsse möglich sein, dass Juden dort unter israelischer Souveränität und mit israelischer Staatsbürgerschaft weiterleben, sagte er in einem Interview.
Die USA haben Israel dagegen erneut eindringlich aufgefordert, ihr Engagement für den Friedensprozess und eine Zwei-Staaten-Lösung nachhaltiger zu bekennen. Israel solle "Respekt für die legitimen Ziele der Palästinenser zeigen, den Siedlungsbau stoppen und die humanitären Probleme in Gaza angehen", sagte Außenministerin Clinton bei einem Abendessen mit den Botschaftern Israels und mehrerer arabischer Staaten am Donnerstagabend in Washington. Clinton forderte von allen Beteiligten am Nahost-Friedensprozess "mutige Führungsstärke" und verlangte von Israel, "auf einseitige Stellungnahmen und Handlungen zu verzichten".












