Vorwürfe gegen Musharraf im Mordfall Bhutto

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Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung der pakistanischen Spitzenpolitikerin Bhutto erheben UNO-Ermittler schwere Vorwürfe gegen den damaligen politischen Gegenspieler und Präsidenten Musharraf. Eine UNO-Untersuchungskommission kommt zu dem Schluss, dass der Personenschutz für Bhutto mangelhaft war und dass die Sicherheitsbehörden kein echtes Interesse hatten, die Täter dingfest zu machen.
Die Oppositionsführerin und Chefin der Pakistanischen Volkspartei (PPP) war am 27. Dezember 2007 nach einer Kundgebung in Rawalpindi bei einem Anschlag getötet worden. Mit ihr starben 20 weitere Menschen. Die Vorkehrungen seien "verhängnisvoll unzureichend und uneffektiv" gewesen, heißt es in dem am Donnerstag in New York veröffentlichten Bericht.
Ein Sprecher des pakistanischen Präsidenten und Bhutto-Witwers Zardari sagte, der Staatschef habe das Ergebnis der Untersuchung in einer ersten Reaktion als "zufriedenstellend" bezeichnet. Der Sprecher vom Ex-Präsident Musharraf wies dagegen alle Vorwürfe zurück. Die Ergebnisse des Berichts seien "lächerlich und eine Lüge", sagte er.
"Etliche Regierungsbeamte machten gravierende Fehler", fand die Kommission heraus. Diese Beamten hätten Bhutto nicht nur die nötige Sicherheit versagt, sondern es später auch unterlassen, nach den Drahtziehern, Planern und Geldgebern des Attentats zu fahnden. "Die Regierung von General Musharraf wusste von den ernstzunehmenden Drohungen gegen Frau Bhutto, tat aber wenig mehr als diese an sie (Bhutto) und die Provinzregierung weiterzureichen".
Dass die Polizei nach dem Selbstmordanschlag eines 15-jährigen umgehend den Tatort mit Wasser abspritzte und so gut wie kein Beweismaterial sammelte, war nach Meinung der UN-Ermittler mehr als nur Inkompetenz. Den gleichen Verdacht hegen die Ermittler im Zusammenhang mit der unterlassenen Obduktion. Bhuttos Leiche sei lediglich in einen Sarg gelegt und zum Flughafen gefahren worden, wo ihr Mann sie Stunden später übernahm. Für den Mord wurde bis heute niemand zur Rechenschaft gezogen.












