Fischer, Faymann fliegen getrennt
Nach dem tragischen Flugzeugunglück, bei dem neben Polens Präsident Kaczynski und viele weitere wichtige Persönlichkeiten ums Leben kamen, wird Bundespräsident Fischer seinen Wahlkampf für das Begräbnis unterbrechen. In Österreich gibt es zu Flug-Modalitäten klare Anweisungen.

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In der Präsidentschaftskanzlei spricht man von einer klaren Regelung: Der Bundespräsident darf nicht im selben Flugzeug sitzen wie der Bundeskanzler oder die Nationalratspräsidentin. Schon unter Heinz Fischers Amtsvorgänger Thomas Klestil wurde eine entsprechende, wenn auch nur informelle Vereinbarung getroffen. "Es gab keinen unmittelbaren Anlass", erinnert sich Klestils Pressesprecher Hans Magenschub, "aber die Sicherheitsleute haben darauf gedrängt".
Vorrangig wird in der Hofburg darauf geachtet, dass die Nationalratspräsidentin, die beim Tod des Staatsoberhaupts interimistisch in die Hofburg einziehen würde, nicht mit derselben Maschine unterwegs ist. Beim Kanzler nimmt man das nicht so genau: 2008 flogen Fischer und der damalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer gemeinsam zur Eröffnung der Fußball-Europameisterschaft nach Basel. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wollte auch dorthin, musste aber getrennt reisen. Zwischen Kanzler und Vizekanzler gibt es keine Vereinbarung.
Etwas problematischer erscheint die jüngste China-Reise, im Jänner bestiegen Fischer, immerhin auch Oberbefehlshaber des Heeres, Verteidigungsminister Norbert Darabos und Generalstabschef Edmund Entacher denselben Airbus nach Peking.
An den für Samstag geplanten Begräbnisfeierlichkeiten in Warschau wird Österreich durch den Bundespräsidenten vertreten sein. Fischer wird dafür den Wahlkampf unterbrechen. Von polnischer Seite lag am Montag noch keine offizielle Einladung vor.












