Irak: Malikis Partei bezweifelt 750.000 Stimmen
Die Partei des irakischen Ministerpräsidenten Al-Maliki hat die Rechtmäßigkeit von rund 750.000 der bei der Parlamentswahl abgegebenen Stimmen in Zweifel gezogen. Eine Neuauszählung könne das Wahlergebnis entscheidend beeinflussen, sagte ein Sprecher des Wahlbündnisses "Allianz für einen Rechtsstaat". Bisher hat die Partei des früheren Regierungschefs Allawi einen Vorsprung von zwei Sitzen.
Die "Allianz für einen Rechtsstaat" habe Wählerstimmen in fünf der 18 irakischen Provinzen untersucht, sagte der Sprecher von Malikis Partei. Zu den Verstößen zählten ungekennzeichnete Wahlurnen und Abweichungen bei Unterschriften. Internationale Beobachter hatten die Wahl vom 7. März als fair und transparent bezeichnet. Etwa 11,5 Millionen Wähler gaben damals ihre Stimme ab.
Allawis Partei rief die Justizbehörden dazu auf, unabhängig zu bleiben. Der ehemalige Ministerpräsident sagte, er werde ein korrigiertes Ergebnis hinnehmen, wenn die Behörden professionell und objektiv arbeiteten.
Seit der Wahl hat die Gewalt im Irak noch weiter zugenommen. Am Sonntag wurden drei Schulkinder von einer am Straßenrand versteckten Bombe getötet. Allein in den vergangenen zwei Wochen sind bei Anschlägen mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen.












