Trauer in Polen nach Tod von Präsident bei Absturz

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Der Tod des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski und zahlreicher weiterer Menschen bei einem Flugzeugabsturz hat weltweit für tiefe Trauer gesorgt. Tausende Polen gedachten am Sonntag in Warschau mit zwei Schweigeminuten der 97 Opfer des Unglücks nahe der westrussischen Stadt Smolensk. Die Ministerpräsidenten von Russland und Polen, Putin und Tusk, hatten am Unglücksort Blumen niedergelegt.
Ganz Polen stand unter Schock: In der Hauptstadt waren die Straßen um den Präsidentenpalast und der nahe gelegene große Pilsudski-Platz nach Bekanntwerden der Schreckensnachricht voll von Menschen, die Kerzen entzündeten, Blumen niederlegten und die polnische Fahne schwenkten. In Warschau strömten Tausende zu einer Messe in die Militärkirche. Der Gottesdienst wurde auf Leinwänden übertragen, da die Kirche nicht alle Besucher fassen konnte. Auch andernorts gedachten viele Bürger in Messen der Toten.
Beim Absturz der polnischen Präsidentenmaschine, einer Tupolew-154, waren am Samstagvormittag nahe Smolensk alle 97 Insassen ums Leben gekommen. An Bord des Flugzeugs waren unter anderen auch Kaczynskis Frau Maria, der polnische Zentralbankchef Slawomir Skrzypek, Armeechef Franciszek Gagor sowie der stellvertretende Außenminister Andrzej Kremer. Auch mehrere Parlamentarier sowie die engsten Mitarbeiter Kaczynskis reisten mit ihm. Gestorben sei die "Elite der Nation", sagte der frühere polnische Präsident Lech Walesa.
Die Regierung in Warschau ordnete eine einwöchige Staatstrauer an. Russlands Präsident Dmitri Medwedew ordnete für Montag eine eintägige Staatstrauer an.
Aus der ganzen Welt trafen Beileidsbekundungen ein. US-Präsident Obama sagte, der Tod Kaczynskis sei "verheerend für Polen und die Welt". Der französische Präsident Sarkozy sagte in Paris, er sei "sehr bewegt und sehr traurig". Der britische Premier Brown zeigte sich "schockiert und betrübt" und sprach von einem "schwarzen Tag" für Polen.
Papst Benedikt XVI. erklärte, er empfinde "tiefen Schmerz" angesichts des "tragischen" Todes des Präsidenten. UNO-Generalsekretär Ban zeigte sich in New York "schockiert". In Österreich zeigte sich Bundespräsident Fischer "zutiefst erschüttert und betroffen" vom Tod Kaczynskis. Bundeskanzler Faymann drückte den Angehörigen ebenfalls seine Anteilnahme aus, während Außenminister Spindelegger von einer "schrecklichen Nachricht" sprach.












