Ex-Staatschef Kirgistans bot Opposition Verhandlungen an
"Ich setze mich gerne mit der Opposition an den Verhandlungstisch", sagte Bakijew, der in die Stadt Dschalal-Abad im Süden des Landes geflüchtet war. Zugleich bekräftigte er, dass er weiter im Amt bleiben wolle.

Foto © AP Ex-Regierungschef Kirgistans Kurmanbek Bakijew
Nach der blutigen Machtübernahme der Opposition in Kirgistan hat der gestürzte Staatschef Kurmanbek Bakijew seinen Gegnern Verhandlungen angeboten. Das sagte der Ex-Regierungschef am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe keine Pläne, das Land zu verlassen und werde nicht als Präsident zurücktreten", sagte Bakijew, der 2005 putschartig an die Macht gekommen war. Die Opposition hatte eine Interimsregierung unter der früheren Außenministerin Rosa Otunbajewa eingesetzt.
Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften waren in der Hauptstadt Bischkek am Mittwoch mindestens 76 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 1.500 weitere wurden verletzt. Bakijew machte deutlich, dass er keinen Schießbefehl erteilt habe: "Ich bin nicht derjenige mit Blut an den Händen." Die Opposition habe "bewaffnete Männer" angeheuert, um den Präsidentenpalast zu stürmen. Eine mögliche Beteiligung an dem Umsturz aus dem Ausland hielt Bakijew für unwahrscheinlich. "Ich glaube nicht, dass Russland oder die USA in diese Ereignisse verwickelt sind", sagte er.












