Ahmadinejad ist "grundsätzlich gegen Atombomben"

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Der iranische Präsident Präsident Ahmadinejad hat neuerlich den zivilen Charakter des Atomprogramms seines Landes hervorgehoben. Im einem RTL-Interview betonte er: "Wir sind grundsätzlich gegen Atombomben. Wir glauben nicht daran, sowohl was unsere Werte betrifft, als auch politisch. Für uns sind Massenvernichtungswaffen unmenschlich." Gleichzeitig hielt der Politiker aber am Atomprogramm fest.
"Wenn man uns keinen Brennstoff gibt, werden wir ihn selbst produzieren", sagte er. Teheran werde sich durch die Androhung weiterer UNO-Sanktionen nicht von seinem Atomprogramm abbringen lassen. Der US-Regierung warf Ahmadinejad vor, mit zweierlei Maß zu messen: "Wenn sie gegen Atomwaffen sind, sollten sie zuerst ihre eigenen abbauen", zitierte der Sender den iranischen Präsidenten. "Unsere Gegner sagen, es kann sein, dass der Iran eine Atomwaffe baut. Eine einzige Bombe. Eine Bombe! Die haben Zehntausende auf Lager", empörte er sich im Gespräch mit der Journalistin Antonia Rados.
Unbeeindruckt zeigte sich der Präsident von der Möglichkeit neuer internationaler Sanktionen gegen sein Land. "Für uns wird sich in Zukunft nicht viel ändern. Iraner sind stark. Wir kommen ohne andere aus. Wir brauchen die anderen gar nicht. Weder in der Wirtschaft, noch in der Industrie oder in der Landwirtschaft", zitierte ihn der Sender. "Auf Länder, die auf uns Druck ausüben, können wir verzichten."
Auch mit Bezugnahme auf Deutschland, bisher einer der wichtigsten Handelspartner des Iran, machte Ahmadinejad keine Ausnahme: "Wir wünschen gute wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland, genauso wie kulturelle, aber wir kommen ohne sie auch zurecht", sagte er. Die westlichen Staaten werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten.












