Blutiger Umsturz in Kirgistan
Die Opposition im zentralasiatischen Kirgistan hat nach eigenen Angaben heute Abend die Macht in der Hauptstadt Bischkek übernommen.

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Die Regierung von Ministerpräsident Danijar Ussenow habe nach dem blutigen Umsturz mit Dutzenden Toten ihren Rücktritt eingereicht. Das berichteten Medien in Bischkek unter Berufung auf Oppositionsführer Temir Sarijew.
Otunbajewa neue Premierministerin
Die neue Regierung werde von der früheren Außenministerin Rosa Otunbajewa (59) geführt. Die Fraktionschefin der Sozialdemokratischen Partei im Parlament hatte sich nach Angaben einer Sprecherin am Mittwoch vorübergehend in Sicherheit gebracht, um ihrer Festnahme zu entgehen.
Otunbajewa galt schon vor fünf Jahren als Anführerin der sogenannten Tulpenrevolution. Damals war Kurmanbek Bakijew an die Macht gekommen. Otunbajewa hatte ihm dann aber wegen autoritärer Tendenzen den Rücken gekehrt.
Mehrere Oppositionsführer waren am Nachmittag aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, um mit der Regierung zu verhandeln. Das Schicksal von Präsident Bakijew war unklar. "Wir wissen nicht, wo er ist, aber er ist nicht in Bischkek", sagte Sarijew. Wütende Demonstranten hatten das Haus seiner Familie geplündert und in Brand gesteckt.
Bakijew hat angeblich Kirgistan verlassen
Nach der Regierungsübernahme durch die Opposition hat der autoritäre Präsident Kurmanbek Bakijew Medienberichten zufolge das Land verlassen. Seine Regierungsmaschine sei vom Militärflughafen Manas nahe der Hauptstadt Bischkek mit unbekanntem Ziel abgehoben, hieß es am Mittwochabend. Die neue Regierung unter der früheren Außenministerin Rosa Otunbajewa verkündete, sie habe nach dem blutigen Umsturz mit Dutzenden Toten die Macht im ganzen Land übernommen. Der Aufenthaltsort Bakijews sei nicht bekannt, sagte Otunbajewa. "Wir wissen nicht, wo er ist, aber er ist nicht in Bischkek", sagte Oppositionsführer Temir Sarijew.













