Opposition hält Einkaufsviertel in Bangkok besetzt

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In ihrem Kampf um baldige Neuwahlen hat die Opposition in Thailand den Druck auf die Regierung erhöht. Hunderte Anhänger des früheren Ministerpräsidenten Thaksin stürmten am Montag das Gebäude der Wahlkommission. Zudem hielten Zehntausende Demonstranten trotz der Androhung von Gefängnisstrafen Bangkoks größtes Einkaufsviertel besetzt.
Die mit roten Hemden bekleideten Demonstranten trotzten mit ihrem zunehmend aggressiver werdenden Aktionen einem Ultimatum der Regierung, den Geschäftsbezirk zu räumen. Zentralbankchef Tarisa warnte vor negativen Folgen der Proteste für die zweitgrößte Volkswirtschaft in Südostasien.
Gerüchte über einen bevorstehenden Polizeieinsatz machten die Runde. Die Demonstranten blieben ungerührt. "Die Mehrheit (der Bevölkerung) steht hinter uns", sagte einer ihrer Anführer, Weng Tojirakarn. "Wir heißen die Armee willkommen. Sie können uns wohl kaum in den nackten Oberkörper schießen." Regierungschef Abhisit betonte mehrfach, dass die Regierung die Krise friedlich lösen will. Doch wird in der Geschäftswelt langsam Unmut über seine Samthandschuh-Taktik laut.
Die Regierung rief die Gerichte an, um die Proteste per einstweiliger Verfügung zu beenden. Sie bemühte sich zudem um Haftbefehle gegen die Anführer der Demonstrationen. "Wir werden nicht gehen", sagte einer der Wortführer der Demonstranten. Die Opposition werde gegen Anordnungen der Gerichte Rechtsmittel einlegen.
Die Demonstranten werfen der Wahlkommission vor, Ermittlungen wegen einer fast acht Millionen US-Dollar (5,94 Mio. Euro) schweren Wahlkampfspende des Zementherstellers TPI Polene an die Partei von Ministerpräsident Abhisit zu verzögern. Sollten sich die Vorwürfe aus dem Wahlkampf von 2005 bestätigen, könnte die regierende Demokratische Partei aufgelöst werden. Nach Verhandlungen erklärte sich die Kommission bereit, die Entscheidung um zehn Tage auf den 20. April vorzuziehen.












