Eisenstädter Bischof Iby überlegte Rücktritt
Der Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby hat im Zuge des Bekanntwerdens von Missbrauchsfällen seinen Rücktritt überlegt. Das sagte der Bischof in einem Radiointerview am Samstag.

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Er habe es jedoch nicht anderen überlassen wollen, alles "austragen" zu müssen, erklärte er in einem Interview des ORF Burgenland am Samstagabend. Iby war in Kritik geraten, da ein Pfarrer, der in der Steiermark in den späten 1970er-Jahren Kinder missbraucht haben soll, lediglich ins Burgenland versetzt worden war.
Überschattetes Osterfest
"In diesen Tagen kam mir schon der Gedanke: Sollte ich nicht wie andere Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, zurücktreten", so der Bischof. Allerdings sei für ihn ausschlaggebend gewesen zu sagen, "ich kann jetzt nicht weggehen". Über dem diesjährigen Osterfest liege jedenfalls ein "Schatten": "Ich kann nicht mit frohem, wirklich, Herzen mich freuen auf dieses Fest, weil diese Dinge, diese Krise im Hintergrund ist und auch mit hereinwirkt."
Der betroffene Pfarrer soll in den späten 1970er-Jahren in der Steiermark Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Daraufhin wurde er in die Diözese Eisenstadt versetzt. Iby erklärte bei Bekanntwerden des Falles Anfang März, erst vor rund zehn Jahren davon erfahren und damals eine Psychotherapie angeordnet zu haben. Aus heutiger Sicht hätte er anders gehandelt und den Priester sofort vom Dienst freigestellt. Der Geistliche legte Anfang März sein Amt nieder.












