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Zuletzt aktualisiert: 04.04.2010 um 09:43 UhrKommentare

Gedenken an deutsche Soldaten in Kunduz

Foto © APA

Zwei Tage nach den blutigen Gefechten von Kunduz haben die deutschen Bundeswehrsoldaten dort Abschied von ihren drei getöteten Kameraden genommen. Im Feldlager der nordafghanischen Provinz gaben sie am Sonntag den zwischen 25 und 35 Jahre alten Fallschirmjägern aus Niedersachsen die letzte Ehre.

"Wir haben alle gehofft, dass wir diesen Tag niemals erleben müssen", sagte der ISAF-Kommandeur für Nordafghanistan, Brigadegeneral Frank Leidenberger. Leidenberger gedachte auch der versehentlich von der Bundeswehr getöteten afghanischen Soldaten und entschuldigte sich bei deren Angehörigen. Erstmals räumte er ein, das sechs Afghanen getötet wurden. Bisher hatte die Bundeswehr von fünf Toten gesprochen.

Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel sprach den Soldaten in Kunduz die Anteilnahme der Bundesregierung aus. Er hatte seine Afghanistan-Reise um einen Tag verlängert, um an der Trauerfeier teilnehmen zu können. "Die deutschen Soldaten lassen sich durch noch so heimtückische Gewalt nicht beeinflussen", sagte der FDP-Politiker. "Mit unseren Alliierten werden wir den Kampf gegen den Terrorismus in Afghanistan für ein friedliches, stabiles und sicheres Land fortsetzen."

Am Karfreitag waren die drei Soldaten bei stundenlangen Gefechten zwischen der Bundeswehr und den radikal-islamischen Taliban nahe Kunduz erschossen worden. Acht weitere deutsche Soldaten wurden verletzt. Vier von ihnen wurden am Samstag in die Heimat geflogen und zur Behandlung ins Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz gebracht.

Noch am Sonntag sollten die Särge mit Hubschraubern und einem Militärflugzeug zunächst über Mazar-i-Sharif in das usbekische Termes gebracht werden. Von dort sollten sie im Airbus der Delegation von Entwicklungsminister Niebel nach Deutschland gebracht werden.

Quelle: APA

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