Polizei droht Demonstranten in Bangkok mit Räumung

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Thailands Regierungschef Abhisit hat die Anhänger der Opposition aufgefordert, ihre Proteste in einem bei Touristen beliebten Geschäftsviertel zu beenden. Er rief die Anhänger des im Exil lebenden Ex-Regierungschefs Thaksin am Sonntag auf, sich ins Regierungsviertel, das Zentrum ihrer Proteste, zurückzuziehen. Das bedeute aber nicht, "dass die Regierung die Proteste auflösen werde", sagte Abhisit.
Er sei sich bewusst, "dass manche Leute wollen, dass die Regierung harte Maßnahmen ergreift, aber wir sind alle Thailänder". Gemäß internationalen Standards würden daher erst "sanfte Maßnahmen" angewandt. Abhisit bekräftigte sein Dialogangebot an die Opposition, schloss aber die Ausrufung eines Notstands nicht aus, der die Zusammenkunft von mehr als fünf Menschen verbieten würde.
Die Regierung warf den Demonstranten vor, eine Grenze überschritten zu haben. Die Besetzungen seien nicht länger rechtmäßig, weil sie sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursachten. Bisher gebe es allerdings keine Pläne für eine gewaltsame Räumung des Einkaufsviertels. Ein Sprecher der Demonstranten kündigte an, die Proteste noch bis mindestens Montag fortzusetzen.
Die Regierung von Ministerpräsident Abhisit hatte am Samstag rund 50.000 Soldaten und Polizisten eingesetzt, um die Lage in Bangkok unter Kontrolle zu halten. Tausende sogenannte Rothemden demonstrierten am Sonntag in dem Viertel, in dem sich auch viele Luxushotels für Urlauber und Geschäftsreisende befinden.
Die Proteste lösten Verkehrsstörungen aus und zwangen mehrere Einkaufszentren und Geschäfte, vorübergehend zu schließen. Die Touristen ließen sich durch die Kundgebungen, die mit Live-Musik und Tanz an ein Volksfest erinnerten, jedoch offenbar kaum stören.












