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Zuletzt aktualisiert: 03.04.2010 um 14:52 UhrKommentare

Moskau und Caracas bauen Partnerschaft aus

Foto © APA

Enger Schulterschluss zwischen Russland und Venezuela: Während eines eintägigen Kurzbesuches von Russlands Regierungschef Putin in Caracas unterzeichneten beide Seiten mehr als dreißig Verträge und Absichtserklärungen. Vor allem im militärischen und wirtschaftlichen Bereich soll die strategische Partnerschaft ausgebaut werden.

Moskau erklärte sich bereit, Venezuela bei der Entwicklung eines ersten Atomkraftwerkes zu helfen und stellte zudem einen Kredit in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Der russische Regierungschef brachte bei seinem ersten Venezuela-Besuch auch eine erste Lieferung von Mi-17-Militär- Helikoptern mit. "Wir werden die Verteidigungsfähigkeit Venezuelas weiter unterstützen und entwickeln", sagte Putin, der am Freitagabend nach Russland zurück flog. Venezuelas linksgerichteter Staatschef Chavez hatte seine Gast zuvor mit militärischen Ehren empfangen.

Putin hatte vier Hubschrauber an Bord eines Antonow-Frachtflugzeuges mitbringen lassen. Seit 2005 unterschrieben Venezuela und Russland Rüstungsverträge im Wert von mehr als vier Milliarden US-Dollar, darunter für Kampfjets sowie Maschinenpistolen vom Typ Kalaschnikow. Nach einem Moskau-Besuch im vorigen September verkündete Chavez zudem den Kauf von mehr als 90 russischen "T-72"-Panzern.

Putin wies Kritik aus Washington an den Geschäften zurück. "Alle Länder der Welt geben zusammen für Rüstung weniger aus als die USA allein." Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind nach Putins Worten gut. "Aber wenn die USA keine Waffen an Venezuela liefern wollen, ist das für Russland günstig."

Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation zwischen Russland und Venezuela liegt im Energiebereich. Russland steigt mit einer Milliarde US-Dollar in die Erschließung des Ölfelds "Junin-6" im Orinoco-Becken in Venezuela ein. Während Putins Besuch wurden 31 Vereinbarungen unterzeichnet, die die bilaterale Zusammenarbeit von Landwirtschaft bis Verkehr vertiefen sollen.

Quelle: APA

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