Drei Tote bei FARC-Überfall nach Geiselfreilassung

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Nur wenige Stunden nach der Freilassung einer seit über zwölf Jahren festgehaltenen Geisel haben die kolumbianischen FARC-Rebellen am Mittwoch nach Behördenangaben bei einer versuchten Entführung drei Menschen erschossen. Die Rebellen hätten ein Landgut in der Provinz Antioquia im Nordwesten des Landes überfallen, teilte die Polizei mit. Offenbar hätten sie mehrere Personen entführen wollen.
Einer der Männer habe jedoch Widerstand geleistet und fliehen können. Die anderen drei Opfer seien daraufhin von den Rebellen erschossen worden, sagte der Leiter der Regionalregierung, Andrés Julián Rendón.
Erst am Vortag hatte die marxistische Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" den Ende 1997 verschleppten Unteroffizier Pablo Emilio Moncayo frei gelassen. Er wurde einer humanitären Mission an einem geheim gehaltenen Ort im Süden des Landes übergeben. Am Sonntag hatten die Rebellen den Soldaten Josué Calvo dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Damit halten die FARC noch 21 Polizisten und Militärs fest, die sie gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen eintauschen wollen.
Ein unbekannte, aber vermutlich größere Zahl von Menschen befindet sich jedoch nicht aus politischen Gründen in der Gewalt der FARC. Sie werden entführt, um Lösegelder zu erpressen. Dies war allem Anschein nach auch der Hintergrund des Überfalls in Antioquia.












