EU sieht Chance für Einigung auf Zypern

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Die EU-Kommission hält nach den jüngsten Friedensgesprächen zwischen Nord- und Südzypern eine Einigung der beiden verfeindeten Inselstaaten in den kommenden Monaten für möglich. Die jüngste gemeinsame Erklärung des griechisch-zypriotischen Präsidenten Christofias und des türkisch-zypriotischen Präsidenten Ali Talat sei der Beleg für wichtige Fortschritte, erklärte EU-Kommissionspräsident Barroso.
"Eine Vereinbarung ist in Reichweite, und es besteht eine Chance, die Gespräche in den kommenden Monaten abzuschließen", so Barroso. Christofias und Talat hatte zuvor in Nikosia eine gemeinsame Erklärung vom UN-Sonderbeauftragten Downer verlesen lassen. Die Fortschritte seien ermutigend, es sei möglich, die noch offenen Punkte bald zu lösen. Die Präsidenten haben sich seit dem Start der Friedensverhandlungen allerdings schon 70 mal getroffen und bisher erst die Hälfte der strittigen Punkte abgehandelt.
Ungeklärt sind zum Beispiel noch Eigentumsfragen. In Nordzypern finden zudem am 18. April Präsidentschaftswahlen statt. Talats Herausforderer Dervis Eroglu, der gegen die von den griechischen Zyprioten angestrebte Wiedervereinigung ist, liegt in den Meinungsumfragen vorne.
Zypern ist seit dem Einmarsch türkischer Truppen im Jahr 1974 geteilt. Der griechische teil Zyperns ist seit 2004 EU-Mitglied und will eine Aufnahme der Türkei in die Gemeinschaft blockieren, solange Zypern geteilt bleibt. Die Türkei ist der einzige Staat, der Nord-Zypern anerkennt.












