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Zuletzt aktualisiert: 28.03.2010 um 08:48 UhrKommentare

Weiter Suche nach Vermissten in Südkorea

Foto © APA

Die Suche nach weiteren Überlebenden nach dem Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffs nahe der umstrittenen Seegrenze ist am Sonntag weitergeganen. 46 Besatzungsmitglieder der Korvette "Cheonan" werden vermisst. Das Kriegsschiff war am Freitagabend (Ortszeit) nahe der Insel Baengnyeong im Gelben Meer nach einer noch ungeklärten Explosion untergegangen.

Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte, zur möglichen Rettung der Vermissten werde alles unternommen. Doch die Hoffnung, die 46 vermissten von insgesamt 104 Seeleuten lebend bergen zu können, schwand von Stunde zu Stunde. Marinetaucher nahmen ihre Arbeit am Morgen im eiskalten Wasser des Gelben Meeres wieder auf. An den Arbeiten beteiligten sich auch ein Rettungsschiff und zwei Minensuchboote. Laut Wetteramt lagen die Wassertemperaturen bei 3,7 Grad Celsius.

Staatschef Lee Myung-bak leitete am Sonntag eine weitere Krisensitzung des Kabinetts. Der gerettete Kapitän des Schiffes, Choi Won-il, sagte am Samstag, die "Cheonan" sei in zwei Teile zerbrochen und dann binnen weniger Minuten gesunken. Medienberichten zufolge hatte das Schiff Torpedos und andere Waffen sowie Munition geladen.

Nach südkoreanischen Armeeangaben gab es zunächst keine Hinweise auf eine Verwicklung Nordkoreas in den Vorfall. Dies teilte auch das US-Außenministerium mit. An der Seegrenze zwischen den beiden koreanischen Staaten hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Gefechte gegeben. Die Grenze im Gelben Meer war nach Ende des Korea-Kriegs 1953 von US-geführten UNO-Truppen einseitig beschlossen worden. Nordkorea erkennt sie bis heute nicht an.

Quelle: APA

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