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Zuletzt aktualisiert: 28.03.2010 um 22:39 UhrKommentare

Schweres Massaker im Kongo forderte 320 Opfer

Mit unglaublicher Bestialität haben ugandische Rebellen im Kongo ein Massaker in mehreren Dörfern verübt. Das Verbrechen, das schon im Dezember verübt worden sein soll, war an Brutalität kaum zu überbieten.

Foto © APA

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wurden 321 Menschen ermordet, 250 weitere Zivilisten sollen die Milizen der "Widerstandsarmee des Herrn" entführt haben. Das Verbrechen, das schon im Dezember verübt worden sein soll, war an Brutalität kaum zu überbieten.

In einer ersten Dokumentation über die bisher nicht bekannten Vorgänge heißt es, die berüchtigte Lord's Resistance Army (LRA) habe vier Tage in der nordöstlichen Makombo-Region des Kongo gewütet. "Das Massaker von Makombo ist eines der schlimmsten in der 23-jährigen blutigen Geschichte der LRA", sagte Afrikaexpertin Anneke Van Woudenberg. Die Menschenrechtsorganisation war die ihren Angaben nach "gut vorbereiteten Attacken der LRA vom 14. bis 17. Dezember in der entlegenen Region des Distrikts Haute Uele" bei Ermittlungen im Februar nachgegangen.

Demnach überfielen die LRA-Rebellen wenigstens zehn Dörfer. Sie hätten ihre Opfer zunächst gefesselt und danach mit Macheten und Äxten getötet oder mit schweren Holzknüppeln erschlagen. Teilweise hätten sie die Dorfbewohner aber auch an Bäumen aufgehängt und ihnen den Schädel eingehauen. Bei den meisten Opfern habe es sich um erwachsene Männer gehandelt. Außerdem brachten die Milizen aber auch mindestens 13 Frauen und 23 Kinder um. Das jüngste Opfer sei ein dreijähriges Mädchen gewesen, das die Täter verbrannten.

Die Menschenrechtsorganisation stützt ihren Bericht eigenen Angaben zufolge auf die Aussagen von Überlebenden. Zu den Augenzeugen gehörten auch Kinder, die gezwungen worden waren, andere Kinder zu töten, weil diese sich den Anordnungen der LRA widersetzten. Die jungen Menschen schilderten, dass sie von den LRA-Milizen angewiesen wurden, ihr Opfer zu umzingeln und so lange mit einem Stock auf den Kopf zu schlagen, bis es starb.

Quelle: APA

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