Libyen hebt Einreisesperre für Europäer auf

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Die EU und Libyen haben ihren Streit um die Vergabe von Visa beigelegt. Tripolis hob nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters am Samstag die Einreisesperren für europäische Bürger aus dem Schengenraum auf. Kurz zuvor hatte die spanische EU-Ratspräsidentschaft offiziell bekannt gegeben, dass alle Namen von Libyern von der schwarzen Liste des Schengen-Infosystems gestrichen worden seien.
Der italienische Ministerpräsident Berlusconi und Spaniens Außenminister AngelMoratinos hatten am Rande des Gipfeltreffens der arabischen Liga in der libyschen Stadt Sirte mit dem libyschen Premierminister Mahmudi die Einigung vorbereitet.
Spanien bedauerte im Namen der EU erneut die "Unannehmlichkeiten", die libysche Bürger durch die Visa-Sperren erlitten hätten. "Wir hoffen, dass sich ein solcher Vorfall in Zukunft nicht wiederholt", heißt es in einer Mitteilung vom Samstag.
Die Einreisesperre sei von einem Schengenland vorgenommen worden, das nicht Mitglied der EU sei. Die Europäische Union sei daran in keiner Weise beteiligt gewesen, teilte das Außenministerium in Madrid weiter mit.
Tripolis hatte in den vergangenen Wochen keine Visa mehr für EU- Bürger ausgestellt, nachdem die Schweiz über 150 prominente Libyer - darunter Staatschef Muammar al-Gaddafi - auf eine schwarze Liste gesetzt und ihnen so die Einreise in den Schengenraum verwehrt hatte.
Die Visa-Sperre war als Druckmittel zur Befreiung des Geschäftsmanns Max Göldi und dem unterdessen zurückgekehrten Rachid Hamdani von der Schweiz verfügt worden.
Die EU wurde dadurch in den Streit zwischen Libyen und der Schweiz involviert und übte ihrerseits Druck auf die beiden Konfliktparteien aus. Laut gut informierten Quellen hatte die Schweiz die Visa-Sperre gegen die libysche Elite bereits am Donnerstag aufgehoben.












