Allawi will mit allen Parteien Iraks verhandeln

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Der als Sieger aus den irakischen Parlamentswahlen hervorgegangene Ex-Premier Iyad Allawi will zur Bildung einer Regierung Verhandlungen mit allen Parteien aufnehmen. Sein "Al-Irakiya"-Block sei "offen für Gespräche mit allen", sagte der frühere Ministerpräsident am Samstag in Bagdad. Stabilität im Irak sei nötig für die Stabilität im ganzen Nahen Osten.
Es liege nun an den Irakern selbst, ihr Land zu schützen, sagte der säkular ausgerichtete schiitische Politiker. Der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat sich allerdings geweigert, zu Wahlresultat akzeptieren. Malikis Rechtsstaats-Bündnis hatte zuletzt sogar eine Fusion mit der INA angestrebt, um zu verhindern, dass der Premierposten an Allawi fällt. Das Ansinnen wurde jedoch von der INA zurückgewiesen.
Maliki will offenbar alle Register ziehen, sowohl politisch als auch juristisch, um an der Macht festzuhalten. Regierungssprecher Ali al-Dabbagh, der auf Malikis Liste kandidiert hatte, sagte am Samstag vor der Presse in Bagdad: "Wir werden beim Verfassungsgericht Einspruch gegen das Wahlergebnis einlegen und darauf bestehen, dass die Wahlzettel aus den Städten Bagdad und Mossul erneut von Hand ausgezählt werden." Maliki hatte zuvor bereits erklärt, einige Kandidaten, die bei der Wahl gesiegt hatten, dürften möglicherweise gar nicht Abgeordnete werden, weil sie früher zur verbotenen Baath-Partei von Saddam Hussein gehört hätten oder in "Terroraktivitäten" verwickelt gewesen seien.
Allawis Block hat laut amtlichem Endergebnis die Parlamentswahl vom 7. März mit knappem Vorsprung gewonnen. "Al-Irakiya" kam auf 91 der insgesamt 325 Abgeordnetensitze, wie die Wahlkommission am Freitag bekanntgab. Malikis "Allianz für den Rechtsstaat" erhielt demnach 89 Mandate. Die religiöse schiitische "Irakische Nationalallianz" (INA) kommt auf 70 Sitze.












