Griechenland-Sorgen schicken Euro auf Talfahrt
"Vor allem die mögliche Einschaltung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Schuldenkrise Griechenlands hat den Druck auf den Euro verstärkt", so eine Expertin

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Der Kurs des Euro hat am Mittwoch trotz starker Konjunkturdaten aus der Eurozone seine Talfahrt fortgesetzt. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel erstmals seit zehn Monaten unter die Marke von 1,34 US-Dollar. Er wurde am späten Nachmittag mit 1,3360 Dollar notiert, gegen 18 Uhr mit 1,3352 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3338 (Dienstag: 1,3519) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7497 (0,7397) Euro.
"Vor allem die mögliche Einschaltung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Schuldenkrise Griechenlands hat den Druck auf den Euro verstärkt", sagte Viola Stork Devisenexpertin bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Ein solches Vorgehen würde als Schwäche der Eurozone interpretiert. "Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Portugal durch die Ratingagentur Fitch, habe den Euro hingegen nicht sehr bewegt", sagte Stork.
"Sehr verwunderlich ist jedoch dass auch sehr gute Konjunkturdaten aus der Eurozone den Euro nicht gestützt haben", sagte Stork. Der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März beinahe auf das Niveau vom Sommer 2008. Auch die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone hellten sich im März stärker als erwartet auf. Belastet worden sei der Euro auch durch die gestiegenen Leitzinserhöhungserwartungen in den USA, sagte Stork. Eine Vertreterin der US-Notenbank hatte am Dienstag vorsichtig eine Abkehr von der US-Niedrigzinspolitik angedeutet.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89460 (0,90050) britische Pfund, 122,62 (122,16) japanische Yen und 1,4282 (1,4321) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.090,75 (1.101,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.395,05 (26.243,15) Euro.












