Spindelegger fordert Deutsch als Sprache im EAD

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Für Deutsch als Arbeitssprache in dem im Aufbau befindlichen Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) will sich Außenminister Spindelegger (ÖVP) einsetzen. Österreich habe gemeinsam mit Deutschland hier eine Initiative ergriffen, sagte er vor Beratungen der EU-Außenminister über den künftigen diplomatischen Dienst der Union. "Für uns wäre es nicht akzeptabel, hier Deutsch einfach zu streichen.
Zuvor hatte der freiheitliche Europaabgeordnete Mölzer von Spindelegger eine Initiative verlangt. "Deutsch ist die in der EU am weitesten verbreitete Muttersprache, weshalb es völlig unverständlich ist, dass die Sprache Goethes und Schillers stiefmütterlich behandelt wird", betonte er.
Ebenfalls "noch nicht erledigt" ist laut Spindelegger "die Frage, dass neue europäische Botschaften auch eine Anlaufstelle für Bürger sein sollen, die in Not geraten sind, aber da bleiben wir dran", sagte der Außenminister. Dieses Anliegen sei eines von vielen eines Papiers, das Österreich gemeinsam mit zehn anderen Ländern als Wortführer auch in der Vorbereitung der Entwicklung des Europäischen Auswärtigen Dienstes auf den Tisch gelegt habe.
Der EAD soll insgesamt über bis zu 8.000 Mitarbeiter verfügen. Die Zahl der EU-Diplomaten soll zwischen 1.000 und 2.000 liegen, sie sollen zu jeweils einem Drittel aus den EU-Staaten, der Kommission und dem Brüsseler Ratssekretariat besetzt werden.
Einen formellen Vorschlag für den EAD will Ashton zu Monatsende vorlegen. In ihm sollen auch die entsprechenden Verordnungen für die Finanzierung und für den Mitarbeiterstab des EAD enthalten sein, in diesen beiden Fällen entscheidet auch das Europaparlament mit.












