Mehr als 70 Tote am Wochenende in Pakistan
Bei Gefechten, einem Bombenanschlag und anderen Gewalttaten sind in Pakistan am Wochenende mindestens 71 Menschen ums Leben gekommen. Heftige Kämpfe zwischen verfeindeten Muslim-Milizen im Stammesgebiet Kurram an der Grenze zu Afghanistan forderten 40 Todesopfer. Mindestens 25 Aufständische wurden getötet, als Kampfflugzeuge und Hubschrauber des Militärs Verstecke und Ausbildungslager angriffen.
Vor wenigen Wochen hatte die Armee ein entschiedeneres Vorgehen gegen die Taliban in der Region angekündigt. Nach einer Großoffensive im vergangenen Herbst in Süd-Waziristan hatten sich Hunderte Extremisten nach Kurram, Orakzai und in andere Stammesgebiete zurückgezogen.
In der Taliban-Hochburg Nord-Waziristan erschossen Extremisten am Sonntag unterdessen drei mutmaßliche Spione des US-Geheimdienst CIA. Unter den Opfern sei ein früherer Taliban-Kommandeur, verlautete aus pakistanischen Geheimdienstkreisen. In den vergangenen Monaten wurden Dutzende Menschen als angebliche Kollaborateure der Amerikaner hingerichtet, die in den Stammesgebieten regelmäßig Extremisten mit Drohnen - unbemannten Flugzeugen - angreifen. Bei der Auswahl der Ziele sind sie auf einheimische Helfer angewiesen.
Bei einem Bombenanschlag in der südwestlichen Provinz Baluchistan starben zwei Polizisten und ein Zivilist. Wie die Polizei mitteilte, wurden 16 weitere Menschen verletzt, als der Sprengsatz in der Provinzhauptstadt Quetta explodierte. Ziel des Anschlags sei eine Polizeipatrouille gewesen. In Baluchistan kämpfen Separatisten seit Jahren mit Waffengewalt für mehr Autonomie. Teile der Region, die an die afghanischen Provinzen Helmand und Kandahar grenzt, gelten aber auch als Rückzugsraum für Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen.












