Islamistenführer in Süden von Somalia ermordet
Ein hochrangiger Offizier der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz ist am Wochenende in der südsomalischen Hafenstadt Kismayo ermordet worden. Der Sender Radio Shabelle berichtete, Sheik Da'ud Ali Hassan sei von unbekannten Männern beim Verlassen einer Moschee aus nächster Nähe getötet worden. Hassan kommandierte die Miliz in der Stadt Dobley an der Grenze zu Kenia.
Kismayo wird seit längerem von Al Shabaab kontrolliert. Ein Sprecher der Miliz sagte, mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Er machte keine Angaben, ob die rivalisierende Hizbul-Islam-Miliz hinter dem Anschlag steckte.
Al-Shabaab bekämpft die von den UNO unterstützte Übergangsregierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed und will einen radikalislamischen Staat am Horn von Afrika durchsetzen. Inzwischen hat die Miliz, die von den USA als Terrororganisation mit Verbindungen zu Al-Kaida eingestuft wird, große Teile Somalias unter Kontrolle.
Der Rundfunksender Radio Garowe berichtete, bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Al-Shabaab-Kämpfern sei in der vergangenen Woche ein Kanadier getötet worden. Er war einer von sechs kanadischen Staatsbürgern somalischer Herkunft, die sich in den vergangenen Monaten Al-Shabaab angeschlossen haben sollen. Der 25-Jährige galt in Kanada seit zwei Jahren als vermisst. Al-Shabaab hat im vergangenen Jahr zunehmend Kämpfer aus dem Ausland rekrutiert, auch aus der somalischen Diaspora in den USA und in Großbritannien.











