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    Zuletzt aktualisiert: 19.03.2010 um 06:36 UhrKommentare

    Zum Aussterben verurteilt

    Die Artenschutzkonferenz in Doha sollte zur Rettung für etliche Tierarten werden. Doch vor allem Wirtschaftsinteressen verhindern einen Schutz von Eisbär, Thunfisch & Co.

    Eisbären unterliegen noch immer keinem Handelsverbot

    Foto © APAEisbären unterliegen noch immer keinem Handelsverbot

    Wenigstens ein Tier hat es geschafft: Das Nilkrokodil darf Ägypten nicht verlassen, weder tot noch lebendig. Es ist eine der wenigen guten Nachrichten, die von der Artenschutzkonferenz in Doha in die Menschenwelt getragen wurden. Die übrigen Neuigkeiten für die Tierwelt sind dagegen bedrückend. Kein Handelsverbot für den Eisbären, kein Handelsverbot für den bedrohten Blauflossenthunfisch oder auch Roten Thunfisch.

    Letzterer wird auch weiterhin nicht auf der berühmten Roten Liste der besonders bedrohten Tiere geführt, weil Japan fürchtet, dass sonst sein Sushi in Gefahr gerät. 68 Länder votierten am Ende gegen einen Vorschlag, den ausgerechnet das kleine Monaco eingebracht hatte. Nur 20 Länder der 175 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES stimmten in Katars Hauptstadt dafür, 30 Länder enthielten sich.

    Tierschützer sprechen von einem "Kniefall vor Wirtschaftsinteressen". Tatsächlich kauft Japan einen Löwenanteil aus dem Mittelmeer auf. "Das Votum der Vertragsstaaten ist eine Schande und setzt den König der Meere dem Untergang aus", sagt Karoline Schacht vom World Wide Fund for Nature (WWF).

    Todesurteil für Tiger

    Neben den Thunfischen werden auch Haie nicht besser geschützt als bisher. Doch besonders hart trifft es den Tiger. Er erhielt in Doha quasi sein Todesurteil - auf Drängen von China. Der Handel ist zwar offiziell verboten, wird aber von den chinesischen Behörden nicht geahndet. Die Zucht der Raubkatze für Tigerprodukte sollte nun auf Drängen Europas auch eingestellt werden. Doch das misslang.

    Während der Tiger mit 3500 frei lebenden Tieren schon nahezu ausgerottet ist, gibt es für die Eisbären noch eine kleine Chance. Es ist zwar wegen des riesigen Verbreitungsgebietes nur schwer zu schätzen, wie viele Polarbären tatsächlich noch im Eis umherstreunen. Dennoch dürfte sich die Zahl durch den Klimawandel auf nur noch 25.000 Tiere verringert haben. Dabei erholt sich die Tierwelt nach einer internationalen Studie in der Arktis. Die Gesamtzahl der am Nordpol lebenden Tiere hat in den vergangenen Jahren um 40 Prozent zugenommen. Grund sind die weitreichenden Jagdbeschränkungen.

    Da der Eisbär aber auf Meereseis angewiesen ist und das durch den Klimawandel schneller zurückgeht als erwartet, gehört er neben den Narwalen zu den am schnellsten schrumpfenden Populationen in der Eiswelt der Arktis.

    Schwierig ist die Situation auch bei einem anderen Tier, das auf einem der insgesamt 42 Anträge bei der Artenschutzkonferenz steht. Die Elefanten haben sich in Sambia und Tansania so stark vermehrt, dass beide Länder über einen Verkauf ihrer Lagerbestände für Elfenbein nachdenken.

    Tonnenweise Elfenbein

    Die tansanische Regierung argumentiert damit, dass die Zahl der Tiere in ihrem Land seit dem Verkaufsstopp 1989 von rund 55.000 auf fast 137.000 gestiegen sei. Deshalb wolle man 90 Tonnen Elfenbein verkaufen. Sambia möchte 22 Tonnen veräußern, die Regierung begründet dies mit dem Bestand von 27.000 Elefanten, der stetig größer werde.

    Doch die Elefantenbestände der einzelnen afrikanischen Staaten sind in einem sehr unterschiedlichen Zustand. In Sierra Leone sind sie im Dezember ausgestorben, im Senegal gibt es weniger als zehn Tiere. Kenia befürchtet ebenso wie sechs andere Staaten, dass auch eine begrenzte Ausfuhrgenehmigung für Elfenbein zu mehr Wilderei führte.


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