Fischer glaubt an baldigen EU-Beitritt Kroatiens

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Bundespräsident Fischer betrachtet einen Beitritt Kroatiens zur EU im Jahr 2012 für möglich. Es gebe gute Chancen, dass die Beitrittsverhandlungen des Landes mit der EU noch heuer abgeschlossen werden könnten. Ein Beitritt 2012 wäre dann möglich, sagte der Bundespräsident nach einem Treffen mit dem neuen kroatischen Präsidenten Josipovic in Wien.
Der vorangegangene Besuch von Josipovic in Slowenien habe dazu beigetragen, formulierte Fischer, den Weg Kroatiens in die EU freizumachen. Ein Beitritt wäre für Kroatien, Österreich, die Region und für Europa von Vorteil, so Fischer.
"Wir wissen, dass wir Reformen durchzuführen haben, insbesondere in den Bereichen Justiz und Verwaltung", räumte der kroatische Präsident ein. Die kroatische Regierung wolle den Bürgern Kroatiens "alles bieten, was ein Rechtsstaat und ein demokratischer Staat zu bieten hat". Kroatien sei für den Beitritt zur EU bereit, sobald die Voraussetzungen erfüllt seien, formulierte Josipovic vorsichtig.
Angesprochen auf die Kärntner Hypo Alpe Adria sagte Josipovic, Kroatien sei vor allem an der Aufklärung der Frage interessiert, ob es in Kroatien im Zusammenhang mit der Krise "kriminelle Ereignisse" gegeben habe. Der Frage, ob Kroatien auch einen Beitrag zur Sanierung der österreichischen Bank leisten könne, wich Josipovic aus. Es sei wichtig, die Ursache für die Bankenkrise zu finden. Fischer verwies auf die rasche Reaktion Österreichs, um die Hypo Alpe Adria zu stabilisieren und zu sanieren.
Josipovic bezeichnete Österreich als wichtigsten Investor in Kroatien. Beide Länder würden ihre langjährige, gute Zusammenarbeit fortsetzen, um aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.
Der kroatische Präsident trifft am Montag auch mit Bundeskanzler Faymann und Nationalratspräsidentin Prammer zusammen.













