Pakistan griff nach Anschlägen Taliban an
Nach der jüngsten Anschlagsserie mutmaßlicher islamischer Extremisten haben pakistanische Kampfjets am Sonntag Taliban-Stellungen im Grenzgebiet zu Afghanistan angegriffen. Dabei wurden nach Behördenangaben im Stammesgebiet von Okrakzai neun Aufständische getötet. Am Samstag kamen bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kontrollposten im Swat-Tal 13 Menschen ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt.
Der Attentäter, der auf einem Moped unterwegs war, sprengte sich in Saidu Sharif im Bezirk Swat in die Luft, wie ein Militärsprecher sagte. Regierungstruppen hatten das Swat-Tal im vergangenen Jahr in einer mehrere Monate dauernden Großoffensive von Aufständischen zurückerobert, dennoch kommt es dort immer wieder zu Gewalttaten.
Es war der zweite schwere Anschlag innerhalb von 24 Stunden. Erst am Freitag fielen in Lahore 55 Menschen zwei Selbstmordattentätern zum Opfer.
In Pakistan gibt es seit Jahren ein Netzwerk von Taliban, Al-Kaida-Gruppen und kleineren extremistischen Gruppen. Seit der Offensive gegen ihre ehemalige Hochburg im Swat-Tal im vergangenen Sommer haben Islamisten mit Anschlägen rund 600 Menschen getötet. Die Regierung hat die Offensive, die auf die Stammesgebiete entlang der afghanischen Grenze ausgeweitet wurde, als Erfolg bezeichnet. Viele Taliban-Führer seien aus Gebieten geflohen, in denen die Aufständischen sich zuvor offen hätten zeigen können.












